123 Vier Jahreszeiten Winter 2010

Palastwiese, Berlin

Vergangenes Wochenende fand die Winter-Edition des 123 Vier Jahreszeiten Hut Turniers statt. Zum ersten Mal in der Geschichte dieser Turnierreihe wurde nicht nur gefreestyled sondern direkt ein Overall Wettkampf veranstalltet. Dazu traffen sich die Spieler am Samstag an der Palastwiese, um dort ihre besten Styles in Freestyle zu zeigen. Am nächsten Tag ging es dann nach Potsdam zum Discgolf Parkour. Dort wurden die Disziplinen Golf, MTA (most time aloft/ Schwebewurf)  und Distance ausgetragen.

Makki hat sich entschlossen, ein kleines Resume zu schreiben, welches Ihr UNBEDINGT LESEN solltet.

Abschließend muss gesagt werden, dass trotz des wechselhaften und sehr kaltem Wetter alle Teilnehmer einen riesen Spass hatten und dieses Format bald wiederholt werden sollte.

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Eins – Freestyle:

Rang Team Durchführung Präsentation Schwierigkeit Ergebnis Overall Punkte
1 Woo & Lude 7,43 5,33 5,84 5,94 100
2 Okene & Rocky 5,93 5,27 6,30 5,90 90
3 Makki & Nötzi 6,30 4,50 5,40 5,25 80
4 Kolja & Jason 5,50 3,92 5,16 4,80 70
5 Tobi & Sash 5,90 3,60 5,05 4,71 60
6 Greg & Schreck 3,83 3,98 4,77 4,35 50
7 Bibi & Lars 5,53 3,32 4,52 4,29 40

Zwei – Golf:

Rang Spieler Overall Punkte
1 Lude 100
2 Rocky 90
3 Schreck 80
4 Makki 70

Drei – MTA:

Rang Spieler Zeit Overall Punkte
1 Lude 6,5 100
2 Rocky 6,0 90
3 Makki 5,5 75
4 Schreck 5,5 75

Vier – Distance:

Rang Spieler Weite Overall Punkte
1 Schreck fast zum weg 100
2 Makki n stueck kuerzer 90
3 Rocky auch nicht schlecht 80
4 Lude war schon wieder an bahn 5 70

Overall – Gesamtwertung:

Rang Spieler Freestyle Golf MTA Distance Gesamt
1 Lude 100 100 100 70 94
2 Rocky 90 90 90 80 88
3 Makki 80 70 75 90 77
4 Schreck 50 80 75 100 77

Gruppenfoto_winter_10

1-2-3-Vier JZHTurnier“Winter-Edition“

SonntagsRückblick

Als mich der SasH bat ein paar Zeilen vom Fortsetzungstag des Hutturnieres zu schreiben, erinnerte ich mich an den Sommer 1997.

Damals bestand die Freestyler Szene aus einem losen Haufen junger Typen, welche sich seit ca. 1991 regelmäßig nach der Schule auf der „Menzelwiese“ im Tiergarten zum Afterschool-Chillout trafen. Die Frisbeescheibe war genauso immer dabei wie der Hackysack, diverse Rauchwaren und Musik. Es war aber in diesem Sommer’97 also, als mein Freund und Frisbeepartner Otto fest der Überzeugung war, das das Fangen und Werfen einer Scheibe doch noch längst nicht alles sein konnte, was man mit einer Scheibe so machen kann. Wir probierten schon länger Fangtricks aus und tippten die Scheibe immer wieder in die Luft bevor sie artistisch gefangen wurde. Doch Otto’s Idee ging deutlich über das mir bis dahin bekannte hinaus. Ich warf also einen gekonnten 28m Wurf mit einem leichten Anhyzer zu Otto, und er hielt seinen Finger in die Mitte der Scheibe! Er lief ein Stück mit der Scheibe und fing sie erst nachdem sie sich kurz auf seinem Fingernagel drehte….!! Das veränderte alles. Dies war das erste mal das ich sah, wie die Scheibe machte was der Spieler wollte und nicht anders herum.

An diesem Samstag im Winter 2009 trafen  sich also wieder einmal ein verrückter Haufen „junger“ Typen um das Frisbee-Freestyle zu zelebrieren, und der Scheibe zu zeigen wer hier der Boss ist. Doch diesmal war alles anders. Es war eines der besten Freestyle Turniere auf dem ich bis dahin spielte…und bis auf Lars aus Freiburg jammten dort nur Berlin-Residents. GENIAL! Am Sonntag wagten sich nun vier Jammer sogar einen Schritt weiter und ergänzten das in Europa mittlerweile allseits bekannte Hutturnier der „Berlin-JammaZ“ um drei weitere Frisbeesportarten.

Was am Ende des Tages dabei herauskam, war wohl das erste jemals in Berlin abgehaltene Overall-Turnier…ein scheibenhistorischer Moment! Ursprünglich wollten Philipp Ludwig, Jan Schreck, Anton Capellmann und Ich ja nur Disc-Golf spielen, aber schon an Bahn 1 war klar, dass es an diesem unwirtlichen Tag mit Temperaturen leicht über Null Grad zu ein hochkompetetiven Kräftemessen kommen würde.

Nach wenigen Bahnen lag der Lude vorn und hatte uns andere Jammer mit seinem soliden Golf-Spiel auf die Plätze verwiesen, und das obwohl ich nach drei Bahnen schon mit zwei Würfen „unter Null“ die Spitze kurz anführte. Das ist, was den Sport ausmacht, Konzentration bis zum Ende der Runde. Aber weiter ging’s.

Die eingeweihten Disc-Golfer kennen wohl die Fußballwiese, zwischen Bahn 5 und Bahn 6 gelegen, eingebettet von Obstbäumen diverser Art. Allen Anderen sei gesagt: dort ist (fast) immer Wind und ein wirklich guter Rasen, der auch allemal zum Jammen taugt…der RT lässt grüßen. Und zum Ernte-Dank-Fest gibt’s dort verschiedene Sorten Birnen, Äpfel und köstliche Mirabellen für Lau.

Aber irgendwie wollte irgendwer, ich glaube der Schreck war’s, genau an dieser Stelle mal einen Wurf mit seiner MTA-Scheibe machen … und Bingo! Schon war die zweite Disziplin des Tages geboren.

Lude fing nach vorher abgemachten Regeln an die Scheibe in den Wind zu stellen. Beim MTA (MaximumTimeAloft) wird die Zeitspanne zwischen dem Wurf und dem vom Werfer sich anschließenden Catch gemessen. Was soll ich sagen…alle durften werfen, aber der Lude gewann vor Anton, Schreck und mir, und nahm auch hier die Maximumpunktzahl mit zur Abwurfanlage an Bahn 6. DAMN!!

Auch die Disc-Golfrunde ging, in der für den Lude unnachahmlich soliden Manier, ungefährdet an den selbigen. Die große Überraschung des Tages war hierbei Anton. Seine kraftvollen Abwürfe, sicheren Annäherungen und manchmal etwas wackeligen, aber meist glücklichen Putts sorgten dafür, dass er als Zweiter des Tages diese Disziplin für sich entschied. Gut gemacht! Über Schrecks und meine Leistung möchte ich an dieser Stelle nicht allzuviel sagen, nur soviel: Wir können es besser & „We will show you (!!) next time“.

Beim abschließenden heißen Tee auf den Holzbohlen des bei den Disc-Golfern weltweit bekannten Steges entstand die Idee für die letzte und ebenfalls sehr spektakuläre Disc-Sportart: Distance oder Weitwurf.

Der Lude hat irgendwie nicht mitbekommen das es sich um eine offizielle Disziplin handelte, oder er war sich ob der am Samstag und Sonntag gezeigten Leistungen seines Gesamtsieges schon allzu sicher. Eventuell war er aber gedanklich auch schon wieder an Bahn 1, das passiert ihm nämlich öfter einmal, wie dem auch sei warfen der Schreck, Anton und ich was die geschundenen Armmuskeln noch so hergaben.

Jan warf mit geschätzten 105m nur knapp weiter als ich, der wohl nur marginal unter der magischen 100m Marke blieb. Anton haderte mit seinem Material und war sich trotzdem seines dritten Platzes sicher.

Mann, war ich Platt  und Dankbar das ich dieses, für mich besondere Wochenende mit meiner Scheiben-Familie verbringen durfte. Wer hätte denn gedacht, dass ich acht Jahre nachdem ich Jan und Anton kennen lernte,  mit genau denen und reichlich anderen so ein erfüllendes Wochenende hätte erleben können….

ICH NICHT!

Danke an alle, die das möglich machten und…

…„Spread The Jam“!

Makkilove

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